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65. Georgsritt Kallmuth 01.05.2017

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Tugend der Soldaten: Treu und tapfer

103 Pferde und Reiter wurden beim 65. St. Georgsritt in Kallmuth gezählt, wie diese Gruppe aus Marmagen. Foto: Jürgen Houbé/DRK/pp/Agentur ProfiPress103 Pferde und Reiter wurden beim 65. St. Georgsritt in Kallmuth gezählt, wie diese Gruppe aus Marmagen. Foto: Jürgen Houbé/DRK/pp/Agentur ProfiPressWeihbischof Dr. Johannes Bündgens predigt beim 65. Kallmuther St.-Georgsritt über den Namenspatron von Jorge (Georg) Mario Bergoglio alias Papst Franziskus – Robert Ohlerth und seine Mitstreiter freuten sich über die trotz schlechtem Wetter wieder angestiegenen Teilnehmerzahlen – Über 500 Menschen und 103 Pferde pilgerten mit zum Georgspütz

 

Mechernich-Kallmuth – „Die Talsohle ist durchschritten, wir sind wieder dreistellig“, freute sich der Kallmuther Ortsvorsteher Robert Ohlerth am Vormittag eines verregneten Maifeiertages. 

Trotz Wolken und Niesel hatten sich nicht weniger als 103 Reiter und Kutscher und ebenso viele Pferde nach Kallmuth aufgemacht, um an der althergebrachten Reiterprozession zu Ehren des Heiligen Georg teilzunehmen. Hinzu kamen einige Hundert Fußpilger.

Nach nur 42 berittenen Pilgern im vergangenen Jahr machte sich schon vor Abritt um 11.15 Uhr große Erleichterung bei Robert Ohlerth, Gerhard Mayr-Reineke und ihrem Team vom Sachausschuss Sankt-Georgsritt des Kallmuther Pfarrgemeinderates breit. Aus allen Himmelsrichtungen ritten kleine Trupps und Einzelreiter auf den temporären Wallfahrtsort im Schatten des Mechernicher Bleibergs zu.

Am „Schmerzensfreitag“ in der Fastenzeit und am 1. Mai ist Kallmuth das Ziel der Gläubigen aus weiten Bereichen der Nordeifel. Am Schmerzensfreitag wird die Mutter Christi in Gestalt eines Gnadenbildes , einer Pieta, in der Pfarrkirche verehrt, am 1. Mai der Pfarrpatron Sankt Georg unter freiem Himmel. Letzteres nachweislich bereits seit dem 17. Jahrhundert mit einer Prozession zum Georgspütz, einer Quelle im Feytal zwischen Urfey und Vollem, Kallmuth und Weyer.

Bischof schon als Kind in Mechernich

Seit 1953 ziehen die Pilger am 1. Mai zusätzlich mit einer Reiterprozession von Kallmuth aus in jenes Tal, durch das auch die römische Wasserleitung nach Köln führte. Die 65. kombinierte Reiter- und Fußprozession startete an der Kallmuther Burg, wo die Teilnehmer von dem Aachener Weihbischof Dr. Johannes Bündgens gesegnet wurden. Er hatte bereits im Vorjahr auf Bitten der damals verantwortlichen Seelsorger Pfarrer Lothar Tillmann und Gemeindereferentin Elke Jodocy seine Teilnahme als Festprediger zugesagt.

Weihbischof Dr. Johannes Bündgens freute sich, erstmals am Kallmuther Maitritt teilnehmen zu können. Obwohl er schon mal als Kind die Ferien bei Onkel und Tante in Mechernich verbracht hatte und später als Heimbacher Pfarrer in einer Nachbargemeinde tätig war, hatte er nie die Gelegenheit, den Kallmuther Ritt mitzuerleben. Er war begeistert im Angesicht der vielen Pilger, die sich trotz der unsicheren Großwetterlage auf den Weg gemacht hatten.

Bündgens und Diakon Manfred Lang nahmen auf dem von Dirk Züll und Peter Evertz gelenkten und von zwei Kaltblutwallachen gezogenen Sakramentenwagen Platz – gemeinsam mit einem Teil der Kallmuther Kommunionkinder. Eifeldekan Erik Pühringer, der Pfarrer von Kallmuth und Mechernich, setzte sich mit den Messdienern und dem stattlichen zweiten Teil der Kommunionkinder zu Fuß an die Spitze der Prozession.

Nach der Heiligen Messe am Georgspütz zogen die Pilger wie seit 64  Jahren in umgekehrter Reihenfolge ins Dorf zurück. An der Burg flanierten die Reiter und Fußpilger am Sakramentenwagen vorbei und wurden von Weihbischof Johannes Bündgens mit der Monstranz gesegnet. pp/Agentur ProfiPress 

 

Pferde für den Sakramentswagen beim Training

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Vorbereitungen zur diesjährigen Reiterprozession haben begonnen:

 

  

Liebe Reiterinnen und Reiter, liebe Freunde des Kallmuther St.-Georgs-Rittes zu Pferd und zu Fuß,

die Pfarrgemeinde St. Georg bereitet sich auf den St.-Georgs Ritt 2017 vor, es ist der 65. in Folge.

Hierzu laden wir Sie, Ihre Familie und Freunde sehr herzlich ein. Geben Sie die Einladung gerne auch an Reiterfreunde und Bekannte weiter.

Der Ablauf des Festes und der Reiterprozession hat sich seit Jahrzehnten nicht geändert. 

Bis 11:15 Uhr Ankunft und Begrüßung der Reiter auf der Wiese am Schevener Weg ( Ortseingang von Scheven, Kalenberg und Lohrbach/Bergheim aus.)

11:15 Uhr Aufstellung der Prozession und Beginn des Auszuges vorbei am Sakramentenwagen und der Geistlichkeit.

Gegen 12:00 Uhr feierlicher Gottesdienst auf der Wiese am Georgspütz zwischen Vollem und Kallmuth mit Eucharistiefeier und anschließender Segnung der Reiter und Pferde durch Weihbischof Dr. Johannes Bündgens.

Gegen 13:30 Uhr Rückkehr in den Kirchort mit sakramentalem Segen für die vorbeiziehenden Reiter und Pferde, Ausklang bei warmen Imbiss, Getränken und Platzkonzert auf der Wiese am Schevener Weg. 

Seien Sie uns alle, wie in den 64 Jahren zuvor, ganz herzlich willkommen zum 65. St-Georgs-Ritt in Kallmuth am Montag, 1. Mai 2017.

Erik Pühringer, Eifel-Dekan        

Manfred Lan, Diakon  

Robert Ohlerth, Sachausschuss-Vorsitzender  "St.-Georgs-Ritt

 

Die Geschichte des Georgsrittes 

Seit 1666 wird am Georgspütz zwischen Kallmuth und Urfey Gottesdienst gefeiert. Seit 1953 ziehen die Pilger jeweils am 1. Mai in Form einer Reiterprozession von Kallmuth aus zu jener heilvollen Quelle in dem Tal, in dem auch die römische Wasserleitung nach Köln beginnt. 

Im Mittelpunkt der Verehrung steht der Reiterheilige St. Georg, ein römischer Soldat aus Kappadozien in der heutigen Türkei, der bis zu seinem gewaltsamen Tod im Jahr 303 im Dienst des römischen Kaisers Diokletian stand. 

Georgius wurde als Christ enttarnt und sollte unter Folter seinem Glauben abschwören. Doch er blieb standhaft und starb lieber den Märtyrertod, als seinen Gott zu verraten. 

Wegen seines unbeugsamen Charakters wird er seit dem Mittelalter von den Christen verehrt, nicht nur, aber auch in Kallmuth und der übrigen Nordeifel. Der heilige Georg zählt als "Drachentöter", der das Böse bekämpft, seit dem 15. Jahrhundert zu den 14 Nothelfern. 

Der Aachener Diözesanbischof Dr. Heinrich Mussinghoff erinnerte mehrere hundert Reiter und über 3000 Fußpilger beim Georgsritt am 1. Mai 2007 an die Botschaft Georgs für die Menschen des 21. Jahrhunderts: "Der heilige Georg erinnert uns an unsere ethische Aufgabe, das Böse zu bekämpfen und das Gute zu tun." 

Wenn Sie, liebe Reiterinnen und Reiter, liebe Gäste zu Fuß, an der Prozession teilnehmen, folgen Sie einem jahrhundertealten Prozessionsweg. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie in diesem Geist beteiligt wären, an den Gebeten und Bitten um Schutz und Segen für Reiter und die Pferde, für alle Menschen und die ihnen anvertraute Natur und auch für sich selbst und alle Menschen, die Sie in Ihrem Herzen tragen. 

Kath. Pfarrgemeinde St. Georg Kallmuth 

Sachausschuss-Vorsitzender

Robert Ohlerth

St. Georgstr. 5                                      

53894 Mechernich-Kallmuth      

Tel.: 02484/1331

Pfarrbüro Tel.: 02484/1448               

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Pferdehalter für Georgsritt gesucht

Diese Plakette erhalten die Reiter, die dieses Jahr am Georgsritt in Kallmuth teilnehmen. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress    Diese Plakette erhalten die Reiter, die dieses Jahr am Georgsritt in Kallmuth teilnehmen. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPressDie katholische Pfarrgemeinde St. Georg Kallmuth ruft Reiter auf, an der traditionellen Prozession teilzunehmen – Plakette als Belohnung

 

Mechernich-Kallmuth – Wenn am Montag, 1. Mai, zum 65. Mal der St. Georgsritt in Kallmuth durch den Ort zieht, ist das jedes Mal ein prächtiges Bild. Daran haben auch die zahlreichen Pferdehalter, die mit ihren Tieren an der Prozession teilnehmen, ihren Anteil. Kamen früher mehr als 200 Reiter, so ist in den letzten zwei Jahren die Zahl der berittenen Teilnehmer rückläufig.

„Zwischen 50 und 100 Pferde dürften es noch gewesen sein“, berichtet Kallmuths Ortsvorsteher Robert Ohlerth, gleichzeitig Sachausschuss-Vorsitzender in der katholischen Pfarrgemeinde St. Georg.

Ohlerth ruft deshalb Pferdehalter dazu auf, am 65. Georgsritt in Kallmuth teilzunehmen. „Die Teilnahme lohnt sich“, ist sich Ohlerth sicher. Die Reiter folgen einem jahrhundertealten Prozessionsweg, denn seit 1666 wird am Georgspütz der Gottesdienst gefeiert. „Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie an diesem Geist beteiligt wären, in Gebeten und Bitten um Schutz und Segen für Reiter und die Pferde, für alle Menschen und die ihnen anvertraute Natur und auch für sich selbst und alle Menschen, die Sie in ihrem Herzen tragen“, teilt die katholische Pfarrgemeinde St. Georg mit.

Als Belohnung für die Teilnahme am Georgsritt erhalten die Pferdehalter eine Plakette mit dem heiligen Georg. Wer als Pferdehalter beim Georgsritt am 1. Mai mitmachen will, wird gebeten, sich bei Robert Ohlerth zu melden (Telefon: 02484/1331, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). „Wir freuen uns über jeden Reiter, auch wenn er sich nicht angemeldet hat und kurzfristig entschieden hat zu kommen“, sagte Ohlerth.
                                                                                                         pp/Agentur ProfiPress              (6. März 2017)