Ortstypische Note an allen 4 Ecken

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Der Mechernich Künstler Franz Kruse (l.) zeigt Ortsvorsteher Robert Ohlerth die ersten Entwürfe für „seine“ Kallmuther Ortseingänge, die neu und passend zur Geschichte des Dorfes gestaltet werden sollen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Ortstypische Note an allen vier Ecken

16.06.2020

Alle Ortseingänge von Kallmuth soll bald ein Kunstwerk zieren – Vereine des Dorfes ziehen an einem Strang - „Heimat-Scheck“ macht Neugestaltung möglich

Mechernich-Kallmuth – Vier Ortseingänge führen in das 395-Seelen-Dorf Kallmuth hinein. Reisenden vermitteln diese „Entrees“ einen ersten und wohl auch bleibenden Eindruck. Ein Stück Heimat und damit Nachhause-Kommen bedeuten sie für Einwohner. Nun soll in Kallmuth jeder Ortseingang neugestaltet werden und damit auch eine ortstypische Note passend zur Geschichte des Heimatdorfes erhalten.

Für drei Entwürfe und Ideen wurde der Mechernicher Künstler Franz Kruse mit ins Boot geholt. Der Kallmuther Winfried Stoffels erarbeitete mit Sohn Martin einen vierten Vorschlag.

Damit ist dem Dorf ein großer Wurf gelungen. Themen wie die Kallmuther Burg, Bergbau-Geschichte, Landwirtschaft und nicht zuletzt der St. Georgsritt sollen sich jeweils an den vier Eingängen wiederfinden. Allerdings braucht man für eine solche Maßnahme auch Geld. Geld, dass die Kallmuther nicht unter dem Kopfkissen parat hatten, aber mit viel Engagement und Kreativität besorgten.



Auch Winfried Stoffels bringt mit Sohn Martin seine Ideen und ein Wagenrad (Bild) aus früheren Zeiten für einen der vier Ortseingänge ein. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Vier Vereine des Dorfes, darunter der Kirchenchor, der Musikverein, das Ortskartell und der St.-Georgs-Ausschuss bewarben sich um den sogenannten „Heimat-Scheck“. Mit diesem Heimat-Förder-Programm in Nordrhein-Westfalen bot das Landesministerium finanzielle Unterstützung für Vereine und andere ehrenamtliche Initiativen von bis zu 2.000 Euro.

Der Stolz ist Ortsvorsteher Robert Ohlerth ins Gesicht geschrieben, darüber, dass die Kallmuther Vereine die Aktion gemeinschaftlich gestemmt bekommen haben. Denn nur mit einer konzertierten Aktion konnte am Ende die Gesamtsumme von 8.000 Euro für Kallmuth zusammenkommen.

 

Heimatwissen vermitteln

 

„Die Förderung ist aber auch an bestimmte Kriterien gebunden, die erfüllt sein müssen“, berichtet Ohlerth. So müsse die geförderte Idee Heimatwissen vermitteln und damit einen konkreten Bezug zum Dorf, den Menschen, seiner Geologie und seiner Geschichte haben.

Die ersten Entwürfe liegen bereits auf dem Tisch des Ortskartells. Details wie Noten zur Burgsilhouette, ein Herz bei der Lore, Kartsteine aus der Region sowie ein Pferd mitsamt Reiter und ein Schriftzug „Herzlich willkommen“ sind zu entdecken. Wo letztendlich welches Kunstwerk platziert wird, müsse noch festgelegt werden, so Ohlerth.



Ortsvorsteher Robert Ohlerth ist stolz auf die Vereine, die in Kallmuth an einem Strang gezogen haben, um die vier Ortseingänge zu gestalten. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Das bereits 2019 eingeweihte „Orts-Schild“ mit dem an die 2008 in Kallmuth gedrehte Serie „Mord mit Aussicht“ erinnert wird, sei nicht betroffen und werde weiterhin auf Veranstaltungen im Ort hinweisen.

Grünes Licht für die neuen Ideen hat Ohlerth von den Vereinen bereits erhalten. Jetzt dürfen die Kreativen loslegen und erst mal kräftig werkeln.

Kruse bringt nicht nur künstlerische Kreativität, sondern auch reichlich Erfahrung mit ein, schließlich wurden von ihm schon vier Ortseingänge für Floisdorf gestaltet. Familie Stoffels stiftet zur ihrem Gestaltungsvorschlag ein gut erhaltenes Wagenrad, das aus früheren Zeiten stammt und auf den Feldern rund um Kallmuth zum Einsatz kam.

pp/Agentur ProfiPress



Von Geschichten und Engeln

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Geschichte „Bank am Bach“ kann von jedem fortgeführt werden – Selbstgebastelte Engel sollen Glücksbringer werden

Mechernich-Kallmuth – In Kallmuth sollen zwei Mitmach-Aktionen das Dorfleben weiterhin attraktiv gestalten. Bei einer dieser Aktivitäten kann man zudem Gutes tun.

Zum einen geht es um die „Bank am Bach“. Hier soll, nach Wunsch von Initiatorin Jaqueline Schott und dem Kallmuther Ortsvorsteher Robert Ohlerth, eine Geschichte fortgeführt werden. Jeder Bürger kann seinen Teil dazu beitragen. Dafür liegen an der Bank an der Straße „In der Krumm“ Stifte und ein laminiertes Buch für interessierte Geschichtenerzähler bereit. „Wir haben ja viele neue Bänke in Kallmuth, und Herr Ohlerth hat gedacht: »Hoffentlich werden die auch benutzt!«“, berichtet Jaqueline Schott. Ihre Tochter Felia ist dann auf die Idee gekommen, dass die neuen Bänke gut zum Lesen genutzt werden können.

Ortsvorsteher Robert Ohlerth (v. l.), Felia und Madelaine Schott mit ihrer Mutter Jaqueline und Brüderchen Leander freuen sich über jeden, der die Geschichte „Bank am Bach“ weiterführt. Foto: Mirco Meuser/pp/Agentur ProfiPress

Den ersten Teil der Geschichte haben Schotts Kinder schon erstellt, jetzt liegt es an den Kallmuthern, das Buch weiterzuschreiben und die Geschichte mit eigenen Zeichnungen zu beleben. „Gerade in der Urlaubszeit, in der aktuell viele zu Hause bleiben oder nicht fahren können, ist das eine schöne Idee“, findet Ohlerth. Schott pflichtet ihm bei: “Für die Kinder fallen viele Ferienangebote aus, mit dem Fortführen der Geschichte kann man sie etwas beschäftigen.“ Die Facebook-Seite, die zu diesem Anlass gegründet wurde, findet bereits großen Anklang. Die Süßigkeiten, die neben den Mal- und Schreibutensilien in der Box auf der Bank verstaut waren, sind zumindest schon einmal mitgenommen worden. „Das haben die Nachbarn dann wieder aufgefüllt, das fand ich sehr schön“, so Schott.

Felia Schott (r.) hatte die Idee, die neue Bank zu nutzen, um ein gemeinschaftliches Buch zu erstellen. Foto: Mirco Meuser/pp/Agentur ProfiPress

Selbstgebastelte Engel für den guten Zweck

Eine weitere Aktion findet ist in der Kapelle an der Schevener Straße zu finden. Hier werden selbstgemachte Engel aufgehängt, die gegen eine Spende mitgenommen und zum persönlichen Glücksbringer gemacht werden können. „Wir wollten nach der Aktion mit der Steinpferdeschlange weiterhin aktiv bleiben“, sagt Schott. Rund 500 Euro kamen damals, als Steine mit Pferden bemalt, gesegnet und anschließend gegen Spende erstanden werden konnten, für die Überdachung des Georgspütz zusammen. Auch die Spenden, die nun zusammenkommen sollen, kommen einem guten Zweck zugute. „Wir unterstützen damit zum einen das Hospiz der Communio in Christo, zum anderen das Kinderkrankenhaus in Mechernich“, berichtet der Kallmuther „Sheriff“ Ohlerth.

Die Kinder von Jaqueline Schott hängen zurzeit selbst gebastelte Engelchen auf. Gegen eine Spende können diese mitgenommen werden. Das Geld kommt dann dem Hospiz der Communio in Christo und dem Kinderkrankenhaus in Mechernich zugute. Foto: Mirco Meuser/pp/Agentur ProfiPress

Der ehemalige Bürgermeister Mechernichs ergänzt zudem: „Küster Marco Sistig schließt die Kapelle zu den selben Zeiten wie die Kirche auf, sodass viele Bürger an der Sache teilnehmen und Spaß haben können.“ Jaqueline Schott hofft auf viele Engelchen, die ihren Weg als Glücksbringer finden sollen: „Wir würden uns sehr freuen, wenn dies eine gemeinsame Aktion aller Kallmuther wird!“

mm/pp/Agentur ProfiPress

 

Bienen ein Zuhause bieten

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Mittlerweile 30 insektenfreundlich bepflanzte Blumenkübel in Kallmuth verteilt – Glücksteine und Steinpferdchen liegen zur Selbstabholung gegen Spenden in der Kirche aus – Blumenpaten gesucht

Von Mirco Meuser, Profipress: http://wp.profipress.de/bienen-ein-zuhause-bieten-50329

Mechernich-Kallmuth – Es blüht und gedeiht einmal mehr in Kallmuth. Bereits im dritten Jahr haben die Junggesellen des Dorfes Blumenkübel aufgestellt. „Als wir 2018 damit angefangen haben, waren es 20, mittlerweile sind wir bei 30“, berichtete Ortsvorsteher Robert Ohlerth jetzt dem Mechernicher „Bürgerbrief“.

Seit 2018 werden in ganz Kallmuth Blumenkübel aufgestellt. Mittlerweile sind es 30 bienen- und insektenfreundliche Kästen. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress

„Wir wollen damit Lichtblicke setzen“, ergänzt der Kallmuther „Sheriff“ und Mechernicher Ex-Bürgermeister, der sich seit Jahrzehnten um ein intaktes Dorfleben und gutes Aussehen von Straßen, Gassen und Plätzen sowie dem nahen Georgs-Pütz und der Brunnenstube bemüht.

Ein Großteil der 30 neu aufgestellten Blumenkübel ist mit bienen- und insektenfreundlichen Pflanzen bepflanzt. „Das hatte für uns schon Priorität“, so Robert Ohlerth. Bepflanzt wurden die Kästen von Raphael Drove. Tobias Jansen hat die Verkleidung gestrichen.

Die Glücks- und Pferdesteine sind nun in der St. Georgskirche zu finden. Dort können sie gegen eine Spende mitgenommen werden. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress

Die Patensuche für die Kübel ist noch nicht abgeschlossen. Die Paten kümmern sich darum, dass die Kästen regelmäßig gegossen und gejätet werden. Der Ortsvorsteher dazu: „Das hat in den vergangenen Jahren sehr gut geklappt. Ich hoffe, dass wir das auch 2020 hinkriegen.“

Die Aktion ist dabei Teil der bundesweiten Kampagne „Unser Dorf hat Zukunft“, an dem die Kallmuther seit Jahren teilnehmen. Deshalb sind auch die Bürger aufgerufen, an ihren Häusern ähnliche „Lichtblicke“ zu schaffen, die die Kommission bei ihrer Ortsbesichtigung beindrucken könnten.

Bemalte Steine helfen Finanzierung des Georgs-Ritts

Unterdessen hat auch der Georgs-Pütz in den Tagen vor „Christi Himmelfahrt“ dank tatkräftiger Hilfe von Ehrenamtlichen und der Firmen Schilles und Simons wieder Gestalt angenommen. Die Glückssteine und Steinpferdchen, die beim Open-Air-Gottesdienst an Christi Himmelfahrt noch nicht gegen Spenden mitgenommen wurden, hat Robert Ohlerth in die St.-Georgs-Kirche gebracht. Dort können sie weiterhin gegen eine Spende aufgesammelt und mitgenommen werden. Ohlerth: „Sie dokumentieren die Verbundenheit mit dem Georgs-Ritt und wurden an Christi Himmelfahrt feierlich gesegnet.“

Die Blumenkübelaktion der Kallmuther Junggesellen braucht noch Unterstützung durch Paten, die die bienenfreundlichen Pflanzungen gießen und pflegen. Tobias Jansen hat die Pflanzkästen gestrichen, der hier abgebildete Raphael Drove hat sie bepflanzt. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress

Die Spenden kommen der Restfinanzierung des neuen Daches am Georgs-Pütz zugute, zum anderen in den Georgs-Ritt 2021. Die bemalten Steine gehen auf eine Aktion von Jacqueline Schott und ihren Töchtern zurück, die nach dem abgesagten St.-Georgs-Ritt dazu aufgerufen hatten, Steine mit Pferden zu bemalen. Daraufhin sind über 200 Steine zusammengekommen.

pp/Agentur ProfiPress

 

Neue Altarplatte am Georgspütz installiert

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Nachdem die Altarplatte am Georgspütz um den 1. Mai gestohlen wurde konnte am heutigen Mittwoch eine neue Platte installiert werden. Der Ortsvorsteher bedankt sich bei den Steinmetzwerkstätten Simons sowie der Firma Schilles für deren Mithilfe. Weiterhin gilt ein großen Dankeschön allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, allen Gönnern, Unterstützern und Freunden.

 

Die Arbeiten konnten rechtzeitig vor der morgigen Christi-Himmelfahrts-Messe fertiggestellt werden. Die Messe findet in diesem Jahr erstmals am Georgspütz unter freiem Himmel statt. Beginn ist um 10.30 Uhr.

 

Auch in Zeiten von Corona...

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... herrscht, wenn man denn so will, im Mai ein kleines bisschen Normalität. Die Junggesellen haben es sich nicht nehmen lassen, auch in dieser schwierigen Zeit unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen einen Maibaum in kleinerer Version als sonst so üblich für das Dorf zu schmücken und aufzustellen.

Vielen Dank dafür!